In der Neuhauser Rhyfallhalle fanden sich am Freitagabend über 650 Aktionärinnen und Aktionäre der Clientis BS Bank Schaffhausen ein – nicht nur zum Schlemmen, sondern auch um über eine höhere Dividende abzustimmen. Ganz zum Schluss erfuhren sie, dass ab 2027 ein Klettgauer die Bank auf operativer Ebene führen wird.
Schon eine Stunde bevor die eigentliche Generalversammlung der Clientis BS Bank Schaffhausen am Freitagabend startete, war die Neuhauser Rhyfallhalle «pumpevoll», wie ein Teilnehmer berichtete. Durch den Anlass, an dem mehr als 650 Aktionärinnen und Aktionäre teilnahmen (rund 40 mehr, als sich angemeldet hatten), führte Verwaltungsratspräsident Christian Heydecker. Dass das Geschäftsjahr mit einem guten Ergebnis abgeschlossen werden konnte, sei nicht selbstverständlich, sagte er. «Das Umfeld ist schwierig für Regionalbanken, denn die Kosten werden immer höher.» Auch die Börsenturbulenzen spüre man im Bereich Anlagen – «Donald Trump lässt grüssen», so Heydecker. Weniger turbulent ging es bei den Abstimmungen zu und her: Alle Geschäfte, auch die Erhöhung der Dividende von 65 auf 70 Franken, wurden fast einstimmig angenommen.
Bankleiter Lorenz Laich ging zuvor noch genauer auf die Geschäftszahlen ein – die Nullzinsphase etwa nannte er eine Herkulesaufgabe und potenzielle Minuszinsen ein über unseren Köpfen baumelndes Damoklesschwert. Dennoch gebe es an diesem Abend Grund zum Anstossen, weil sich die Clientis in diesem Umfeld habe behaupten können. Und er dankte dem TV Neunkirch und dem Musikverein Schleitheim fürs kräftige Mitanpacken für den Anlass. Er richtete diese Worte zum letzten Mal in seiner Funktion als Bankchef an das Publikum: An der Generalversammlung 2027 wird mit Riku Aro bereits der neue Mann an der Spitze der Clientis BS Bank zu den Gästen sprechen.
Diese nahmen den Wechsel in der obersten Etage mit Wohlwollen zur Kenntnis. Als die Stabsübergabe unter dem Traktandum «Verschiedenes» verkündet wurde, applaudierte die gesamte Halle. Und auch auf Nachfrage schienen die Anwesenden den Wechsel zu befürworten. «Ich verlasse mich darauf, dass der Verwaltungsrat die richtige Wahl getroffen hat», sagt eine Seniorin im Anschluss an die Generalversammlung. Ein Mann aus Thayngen betonte, dass Laich bereits einige Jahre bei der Bank verbracht habe. «Ich mag ihm die vorzeitige Pensionierung gönnen.» Er rechne es der BS Bank hoch an, dass sie die Nachfolgeregelung früh angepackt habe und dass man mit Aro an der Spitze und Hochstrasser im Gremium zwei interne Kräfte gefunden habe, welche das Geschäft und die Angestellten bereits kennen würden. (Kay Fehr)